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Hitze

Die künftige Anzahl der Hitzetage wurde im Klimaanpassungskonzept modelliert. Die bisherige beobachtete Zunahme an Hitzetagen stimmt mit den Modellen überein.

Mehr Hitzetage - auch bei uns

Immer mehr heiße Tage mit 30°C und mehr sind Folgen des Klimawandels. Besonders seit der Jahrtausendwende steigt die Zahl der Hitzetage in Germering deutlich an. Bis zum Jahr 2050 könnte sich die Zahl auf etwa 30 Tage pro Jahr verdreifachen. 

Besonders für Kinder, Kranke und ältere Menschen sind solche Hitzetage sehr belastend, da diese ihre Körpertemperatur weniger gut regulieren können als gesunde Erwachsene. Langanhaltender Hitzestress führt nachweislich verstärkt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vielen weiteren Beeinträchtigungen verschiedener Körperfunktionen, etwa des Gehirns, der Lunge und der Niere.

Ausschnitt der Aufnahme der Thermaldrohne. Die "Harfe" und der There-Giehse-Platz ist erkennbar.

Vor allem in stark versiegelten und dicht bebauten Städten kann die Wärmebelastung nochmals deutlich höher sein als im Umland. Die Temperaturunterschiede zwischen Stadt und Umland betragen teils über 10°C. Mithilfe von Satellitendaten wurde im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts untersucht, welche Orte in Germering sich besonders stark aufheizen. Tagsüber sind besonders die dicht bebauten Gebiete der Innenstadt von einer hohen Wärmebelastung betroffen wie z.B. die Industriestraße oder der Kleine Stachus. Nachts ist die Wärmebelastung vor allem im Südosten der Stadt erhöht, da die Kaltluft von den Freiflächen im Nordwesten hier zuletzt und nur abgeschwächt einströmt. 

Ein genauerer Blick mit der Thermaldrohne (z.B. Kleiner Stachus oder Therese-Giehse-Platz) zeigt, dass vor allem dunkle und versiegelte Oberflächen zur Erwärmung beitragen, während Bäume und Grünflächen kühlend wirken. Die Thermaldrohne hat zudem sehenswerte Videos der Befliegung am Kleinen Stachus und an der Industriestraße aufgenommen.

Genauere Informationen zur Wärmebelastung in Germering finden Sie im Klimaanpassungskonzept.

Was können Sie tun, um die Wärmebelastung in Ihrem Wohnumfeld zu reduzieren?

  • (Teil-) Entsiegelung von Flächen, die für deren Nutzung nicht (voll-) versiegelt sein müssen wie z.B. Hofeinfahrt, Vorgarten, Stellplätze und Bepflanzung dieser mit Bäumen oder Sträuchern
  • Begrünung von Dächern und Fassaden
  • Erhalt von großen schattenspendenden Bäumen 
  • Seltenes Mähen des Rasens (hochstehende Wiesen produzieren deutlich mehr kühlende Luft als niedrig gemähter Rasen)
  • Anlegen von Wasserflächen
  • Dämmung am Gebäude sowie Anbringen von UV-Schutzfolien oder Rollos
  • Verwendung von hellen Baumaterialien

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat Infos 6 Tipps bei Hitze zusammengestellt.

Gibt es weitere Unterstützung?

Unterstützung für Maßnahmen wie beispielsweise die Entsiegelung von Flächen, Gebäudebegrünung oder das Pflanzen und den Erhalt von Bäumen gibt es im Rahmen des Förderprogramms für Begrünung und Entsiegelung der Stadt Germering

Wie Sie sich während einer akuten Hitzewelle schützen können, erfahren Sie im Flyer des Landratsamts Fürstenfeldbruck. Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt einen Überblick über das Verhalten bei Hitze. Informationen und Flyer liegen auch im Rathaus aus.

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